1. Situationsanalyse
1.1. Woher kommen wir?
1.1.1. Die Pfarrei “Mater Dolorosa“ Torgau
Schon Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Torgau nach der Reformation wieder katholisches Leben. Katholische Soldaten, die im preußischen Dienst standen und in der Garnison Torgau stationiert waren, gründeten 1850 eine Missionspfarrei. Diese Tat gab vielen katholischen Zugezogenen und später Vertriebenen die Möglichkeit, Heimat zu finden.
Die im Jahre 1854 gebaute kleine Kirche „ Maria Königin“ und das angrenzende Pfarrhaus mit Kommunikantenanstalt brannte im Jahr 1906 gänzlich ab. Dabei fanden 2 Ordensschwestern und 3 Kinder den Tod. Dieser schmerzliche Verlust hinterließ in der Gemeinde tiefe Spuren. Die im Jahre 1909 an anderem Ort neu erbaute Kirche weihte man wohl deshalb der Gottesmutter Maria, der Mutter der Schmerzen(„Mater Dolorosa“).
Seit dieser Zeit bilden Kirche, Pfarrhaus und Piusstift den Mittelpunkt einer lebendigen Gemeinde. Verschiedene Pfarrerpersönlichkeiten und Ordensschwestern prägten das Gemeindeleben im Laufe der Geschichte .Nach dem 2. Weltkrieg wurden von Torgau aus die Gemeinden Dommitzsch, Belgern und Schildau gegründet. Viele junge Vikare begleiteten über Jahrzehnte besonders die jungen Leute der Pfarrei. Seit 1978 gibt es einen ständigen Diakon in der Pfarrei. Veränderungen gab es, als die erste Gemeindereferentin angestellt wurde und später der letzte Vikar die Stadt verließ.
Viele Ehrenamtliche in Liturgie, Pastoral und Caritas prägen das Bild der Gemeinde bis heute. Als eine der ersten Gemeinden hat Torgau den Dienst von Diakonatshelfern, den heutigen Gottesdienstbeauftragten, eingeführt, die auf Außenstationen Gottesdienste feiern.
Geprägt ist die Gemeinde von einer lebendigen Feier der Liturgie, die von vielen regelmäßig besucht wird. Zusammenhalt, viele Aktivitäten und eigene Traditionen bestimmen das Gemeindebild. Dadurch kann aber immer wieder das Gefühl der Selbstzufriedenheit aufkommen, das den Blick auf die kleineren Gemeinden des Verbundes schnell verstellen kann.
1.1.2. Die Pfarrvikarie „Mariä Himmelfahrt“ Dommitzsch
Die Katholiken der Pfarrvikarie Dommitzsch, die zum größten Teil Vertriebene aus den Ostgebieten waren, wurden in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg von Pfarrer Hauke gesammelt. Mit dem Grundstück und der Einrichtung der Kapelle im Haus auf der Elbstraße fanden sie einen Mittelpunkt für die Gemeinde. Viele Aktivitäten, auch hervorgerufen durch wechselnde Seelsorger, prägten das Gemeindeleben über Jahrzehnte. Erwähnenswert sind die ökumenischen Kontakte zur evangelischen Gemeinde. Eigenverantwortlich sorgen sich Gemeindemitglieder um den Erhalt von Grundstück und Kapelle.
1.1.3. Die Kuratie „St. Josef“ Belgern
Pfarrer Lantsch prägte die katholische Gemeinde in Belgern von den Nachkriegsjahren bis zu seinem Tod. Mit großem Einsatz sorgte er sich wie ein guter Hirte um seine Herde. Durch seine Mühe und dadurch, dass er das Meiste selbst tat, entstand eine betreute und versorgte Gemeinde. Nach seinem Tod im Jahre 1990 wurde die Seelsorge von Torgau übernommen. Zurzeit besuchen fast ausschließlich ältere Menschen in großer Treue regelmäßig den Gottesdienst in der katholischen Kapelle in Belgern.
1.1.4. Die Kuratie Schildau
Pfarrer Georg Hauke versorgte fast 6 Jahrzehnte lang die Katholiken der Kuratie Schildau auf den einzelnen Dörfern. In großer Regelmäßigkeit feierte er in den verschiedenen evangelischen Dorfkirchen die Sonntagsmessen, hielt Religionsunterricht und spendete die Sakramente. Die kleine Kapelle in Schildau wurde nicht zum Mittelpunkt der Kuratie. Schon in den 60-iger Jahren ist die Gemeinde sehr klein geworden, da die älteren Menschen verstarben und viele junge wegzogen. Nicht in jedem Dorf konnte an jedem Sonntag Messe sein. So wurde es für einige Gemeindemitglieder zur Tradition, sich sonntags zum Kirchenbesuch auf einen längeren Weg zu machen. Ihnen fällt es jetzt leichter, auch andere Gottesdienstorte in den Blick zu nehmen.
1.2. Wie finden wir zusammen?
Nicht erst mit der Gründung des Gemeindeverbundes wurden wir auf einen gemeinsamen Weg gebracht. Schon in den 80-iger Jahren zog ein Torgauer Vikar nach Dommitzsch und übernahm die Seelsorge in Zusammenarbeit mit der Pfarrei Torgau. Nach dem Tod von Pfarrer Lantsch in Belgern wurde die Seelsorge von Torgau übernommen. Seit 2006 gehört auch Schildau zum Verbund.
In den letzten Jahren war es den Seelsorgern schon wichtig, alte Gemeindegrenzen durchlässiger zu machen: Mit dem Wegfall der Frühmesse in Torgau müssen sich die Besucher der Frühmesse auf den Weg nach Belgern, Arzberg, Mockrehna oder Dommitzsch machen. Die Patronatsfeste werden gemeinsam gefeiert. Religionsunterricht, Gruppen, Familienkreise, Seniorenarbeit und Feierlichkeiten finden gemeindeübergreifend die Fronleichnamsprozession in Dommitzsch statt. Katholiken der kleinen Gemeinden nehmen schon häufiger an Gottesdiensten und Veranstaltungen in den anderen Orten teil. Manchen Gemeindemitgliedern aus Torgau dagegen fällt es schwerer, sich auf den Weg zu machen.
1.3. Wie finden wir uns vor?
Unsere Gemeinden liegen im sächsischen Teil unseres Bistums. Die Nähe zur Stadt Leipzig bietet den Menschen manche Chance zur Arbeit oder zur kulturellen Betätigung.
Auch unsere Region ist vom gesellschaftlichen und demographischen Wandel der letzten Jahre betroffen. Viele sind verunsichert. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung bietet nur wenigen eine Chance. Hohe Arbeitslosigkeit prägt besonders den ländlichen Raum. Sehr viele ungebundene junge Leute verlassen unsere Region und suchen sich anderorts eine Ausbildung oder Arbeit. Die Skepsis vieler Menschen, auch der katholischen Kirche gegenüber, besteht weiterhin. Anderseits gibt es immer mehr Interessierte für religiöse Themen.
1.4. Wohin soll es gehen?
Die beschriebene Situation ist eine Anfrage an unsere Praxis. Wie wollen wir in Zukunft als kleiner werdende Gemeinden unserem Auftrag in der Kirche und für die Welt gerecht werden?
Vier unterschiedliche Gemeinden mit eigener Tradition und Geschichte haben sich auf einen Weg gemacht, um eine Pfarrei zu werden. Es ist ihre Aufgabe, Verbindendes zu suchen und den gemeinsamen Auftrag zu entdecken und zu erfüllen. In einem längeren Prozess haben wir versucht herauszufinden, welchen Auftrag der Herr uns katholischen Christen als Minderheit in der Region Torgau am Anfang des 3. Jahrtausends gegeben hat.
2. Unser Leitbild
2.1. Die Herausforderung
Die Dokumente des Pastoralen Zukunftsgespräches des Bistums Magdeburg ermutigen uns, einen neuen Aufbruch zu wagen: „Wir wollen eine Kirche sein, die sich nicht selbst genügt, sondern die allen Menschen Anteil an der Hoffnung gibt, die uns in Jesus Christus geschenkt ist. Seine Botschaft verheißt den Menschen `das Leben in Fülle` auch dann, wenn die eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Deshalb nehmen wir die Herausforderung an, in unserer Diasporasituation eine missionarische Kirche zu sein. Einladend, offen und dialogbereit gehen wir in die Zukunft.“ (PZG, Leitbild, 5. Kapitel)
2.2. Salz der Erde und Licht der Welt sein
Angesichts einer nichtchristlichen Umwelt fragen wir uns als kleine Schar, was wir den Menschen bringen und bewirken können. Jesus Christus weist uns auf das Entscheidende hin:
„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. – Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht ver- borgen bleiben. […] So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Mt 5, 13-16)
Den Schatz, den wir durch unseren Glauben an Jesus Christus haben, verstecken wir nicht, sondern versuchen ihn zu leben. Durch unser Christsein wollen wir unsere Mitmenschen ermutigen, nach unserem Glauben zu fragen.
2.3. Was uns wichtig ist:
Aus dem Auftrag Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, ergeben sich für uns folgende Ziele:
Wir stärken unseren Glauben durch die Feier ansprechender und einladender Gottesdienste und durch spirituelle und katechetische Angebote, um vielen Menschen Heimat und Geborgenheit zu bieten.
Wir suchen nach Wegen, auf denen wir bewusst auf Menschen zugehen können: in diesem Jahr 2010
- bieten wir zum Elbe-Day eine Buchlesung zum Thema „Auferstehung“ (Leo Tolstoi) an,
- zum Tag der Deutschen Einheit suchen wir die Begegnung mit unseren Partnergemeinden- im Oktober beten wir den Rosenkranz unter anderem in russischer Sprache.
3.Pastorale Ziele und Aufgaben im Gemeindeverbund
3.1. Martyria
Ziel ist die Entwicklung einer missionarischen Pastoral.
Wir stärken das Glaubenswissen in unseren Gemeinden durch:liturgische Veranstaltungen ( Bildungsabende, Glaubensseminare, Bibelkreise)Behandlung religiöser Themen im Rahmen verschiedener Gruppen(Frauenkreis, KAB, Ministranten, Chor, Kindergruppen, Kinderhaus „Piusstift“, Religionsunterricht, ökumenischer Familienkreis, Orgelpfeifen [Kindergruppe im Alter 1.-8. Klasse], Stadtökumenekreis, Gemeindejugend, Seniorengruppen, Behindertenheim „ Don Bosco“ Torgau und „St. Marien“ Sitzenroda) Wallfahrten ( siehe Jahresplan)Bildungsfahrten ( siehe Jahresplan )
Wir gehen auf Menschen, die neu in unserer Gemeinde gekommen sind, zu, indem wir das Gespräch nach dem Gottesdienst suchen, persönliche Einladungen zu Veranstaltungen aussprechen, sie in Familienkreise und in den Frauenkreis integrieren. Auch über den Kindergarten und die Schulen suchen wir Kontakt zu den „Neuen“ (Freunde, Bekannte der Kinder unserer Gemeinde), indem wir die Kinder gezielt ansprechen, um sie für unsere Kindergruppen zu gewinnen.
Wir sind offen für alle Menschen, die Kontakt zu uns suchen und sich für unsere Kirche interessieren.
Zu Informations- und Bildungsveranstaltungen laden wir auch Arbeitskollegen, Nachbarn und Freunde ein.
Durch unsere kirchlichen Bauwerke, unsere Schaukästen sowie durch die Veröffentlichung der Gottesdienst- und Veranstaltungstermine in der Regionalzeitung sind wir in der Öffentlichkeit präsent.Auf die sonntäglichen Gottesdienste wird jeweils an den Ortseingängen hingewiesen.
Wir präsentieren uns außerdem über das Internet, durch Presseveröffentlichungen wie z.B. „Wort zur Woche“ oder Bilder und Artikel über das Gemeindeleben.
Jedes Jahr führen die Jugendlichen ein Krippenspiel in der Justizvollzugsanstalt (JVA) auf.
Ein Priester bzw. Hauptamtlicher hält Kontakt zu dem Insassen der JVA.
Bei wichtigen Veranstaltungen der Stadt und bei Volksfesten sind wir vertreten.
Das öffentliche Bekenntnis zum Glauben in unsrem alltäglichen Leben, der Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sind eine Angelegenheit, für die sich jeder zuständig fühlen muss.
Deutlich wird dies in der Nächstenliebe und durch umweltbewusstes Handeln.
Für alle Kinder und Jugendlichen findet wöchentlich in unseren Gemeinderäumlichkeiten und im Gymnasium der Religionsunterricht statt.
Mit den Kindern der ersten bis achten Klasse gestalten wir monatlich einen Kinderbibeltag.
Nach der Erstkommunion haben die Kinder die Möglichkeit, in die Ministrantengruppe aufgenommen zu werden.
Im Laufe des Jahres gibt es verschiedene Bildungsfahrten:ErstkommunionkinderfahrtKinderbibelwocheRKWUnsere Kinder sind im Gemeindeverbund präsent:In Gottesdiensten, besonders in Familiengottesdienstenbei der Sternsingeraktionbei Gemeindefesten
am Martinstag
beim Krippenspiel
Eine Besonderheit in unserer Gemeinde ist das katholische Kinderhaus „Piusstift“.
Christliche und nichtchristliche Kinder erleben das gesamte Kirchenjahr durch liturgische Feiern und Gottesdienste und tragen diese Erlebnisse und Erfahrungen in ihre Familien.
Wir bieten der Leitung und dem Team jede notwendige Hilfe an.
Die Eltern und jungen Familien wollen wir ermutigen, Kindern das Leben zu schenken und sie anzunehmen. Jedes Jahr machen wir eine Veranstaltung zur ökumenischen Woche des Lebens, die deutlich werden lässt, dass wir jede Mutter in Not und jede Familie nach Kräften unterstützen werden.
Für die Jugendlichen in unserem Gemeindeverbund finden wöchentlich Themenabende statt.
Die jungen Menschen beteiligen sich an der Gestaltung des ökumenischen Jugendkreuzweges und der Friedensdekade.
Unsere Jugendband begleitet liturgische Feiern im laufenden Kirchenjahr.
Zur Tradition ist der Emmausgang am Ostermontag geworden.
In Eigenregie bereitet die Jugend den Fasching und den Herbstball vor.
Durch Kontakte bemühen wir uns, nichtgetaufte junge Menschen und Erwachsene in unsere Gemeinschaft einzubeziehen und zu integrieren.
Schon über viele Jahre werden vor allem in der Osternacht Jugendliche und Erwachsene getauft.
In die Sakramentenvorbereitung bringen sich sehr oft ehrenamtliche Gemeindemitglieder ein. Die Katechesen zur Vorbereitung auf die erste heilige Kommunion, die Firmung und die Taufe von Erwachsenen soll in Zukunft im Wesentlichen von Gemeindemitgliedern getragen werden.
Eine große Bereicherung unseres Gemeindelebens erfahren wir durch die Bewohner des Behindertenheimes „Don Bosco“ mit seinen zwei Außenwohngruppen (erwachsene Behinderte, die im Piusstift wohnen) und dem Behindertenheim „St. Marien“ in Sitzenroda.
Für unsere Senioren bieten wir an:monatlich regelmäßig GottesdiensteBesinnungenGemütliches Beisammensein Höhepunkte sind die jährlichen Seniorenfahrten, das Sommer- und Herbstfest, die Adventsfeier, der Seniorenfasching und der Kreuzweg.
Die ehrenamtlichen Mitglieder des Caritaskreises besuchen die Rentner an ihren Geburtstagen.
Zu vielen älteren Menschen wird regelmäßig die Krankenkommunion gebracht.
Sterbende werden durch unseren ehrenamtlichen ökumenischen Hospizdienst begleitet.
3.2. Liturgie in unserem Gemeindeverbund
Folgende liturgische Feiern sind Bestandteil unseres Gemeindelebens:Heilige Messe ( als Quelle und Gipfel unseres Glaubens)Wort-Gottes-FeierAndachten im Jahreskreis / Mai- , Kreuzweg- und Rosenkranzandachten, sowie BußgottesdiensteBei der Gestaltung der liturgischen Feiern wirken folgende Personen und Gruppen mit:Priester, Diakone und Gemeindereferentin KantorInnen
OrganistInnen
Kinder und Jugendliche der Gemeinde mit ihren Instrumenten
Gemeindechor
Jugendband
LektorInnen
KommunionhelferInnen und Gottesdienstbeauftragte
MinistrantInnen
Lektoren, Kommunionhelfer, Ministranten, und Chor treffen sich regelmäßig.
Zentrale Angebote durch das Bischöfliche Ordinariat werden wahrgenommen.
Wir versuchen, so viele Gemeindemitglieder wie möglich in die Gottesdienste und liturgischen Feiern mit einzubeziehen, z. B. Kinder unseres Gemeindeverbundes und aus dem Kinderhaus „Piusstift“Bewohner des „Don Bosco“ HeimesJugendgruppe, MinistrantenFamilienkreiseChorKABFrauenkreisSeniorenAlle Orte des Gemeindeverbundes sind mit ihren jeweiligen Voraussetzungen und dadurch ermöglichten Veranstaltungen zu berücksichtigen:Arzberg - Maiandacht am BildstockBelgern - Patronatsfest zum JosefstagDommitzsch - FronleichnamsprozessionBehindertenheim „Don Bosco“ Torgau - monatliche hl. Messe, Patronatsfest, Erntedankfest,- St.Marienheim Sitzenroda – monatliche Besinnung mit den Mitarbeitern, Patronatsfest, hl. Dreikönige
Verantwortlich für die Umsetzung ist der bestehende Liturgiekreis. In ihm sind alle verantwortlichen Leiter der einzelnen Gruppen vereint, die den Gottesdienst gestalten.
In ihm werden somit Impulse für eine lebendige Liturgie in der Pfarrei gesetzt.
Die Mitglieder des Liturgiekreises treffen sich regelmäßig nach Absprache.
Ökumenische Gottesdienste und Veranstaltungen finden regelmäßig in unserer Pfarrei statt,
z. B.BibelwocheWeltgebetstag in Torgau und DommitzschJugendkreuzwegElbe Day in Torgau im AprilPfingstgottesdienst in DommitzschParkgottesdienst in Belgern ( Treblitzsch)Elbgottesdienst in Belgern zum BartholomäusfestMartinstag in Torgau und DommitzschBuß- und Bettag in Torgau
Die verschiedenen Elemente des Altarraumes ( Zelebrationsaltar Lesepult, Sedilien) der Pfarrkirche in Torgau sollen mittelfristig aufeinander abgestimmt werden.
3.3. Diakonia in unserem Gemeindeverbund
Auf unserem Pfarrgrundstück in Torgau befindet sich die Caritas - Beratungsstelle, die für unsere Gemeindemitglieder und alle Bedürftigen der Stadt Ansprechpartner ist (Schwangerenberatung, Schuldnerberatung).
Problemfälle werden in Zusammenarbeit von Gemeinde und Caritas gelöst. Viele Gemeindemitglieder sind zur Mithilfe bereit.
In unsrer Gemeinde gibt es einen aktiven Caritaskreis. Mitglieder besuchen regelmäßig kranke und alte Menschen. Auf Wunsch wird ihnen die Krankenkommunion gebracht.
Gemeindemitglieder arbeiten ehrenamtlich im ökumenischen Hospizkreis mit. Ziel ist es, die Aktivität auszubauen und neue Mitglieder zu gewinnen.
Es finden regelmäßige Besuche im Krankenhaus statt (z. Z. durch hauptamtliche Vertreter). Ein verstärktes Einbringen von ehrenamtlichen Mitgliedern ( Grüne Damen) wird angestrebt.
Wir arbeiten aktiv mit der Partnerschaft Ost zusammen(einmal jährlich Paket- und Martinsaktion für Tutajew).
3.4. Ökumene in unserem Gemeindeverbund
In unserem Gemeindeverbund arbeiten die verschiedenen Konfessionen gut miteinander zusammen.
Wir haben einen kleinen Ökumenekreis für die Hauptamtlichen und einen Stadtökumenekreis, in dem sich Gemeindemitglieder aus allen Kirchen regelmäßig treffen.
Ein ökumenischer Kinderkreis und ein Familienkreis treffen sich monatlich.
Angebote für Kinder z. B. Kinderwochen, Sternsingeraktion und der Martinstag werden von allen gemeinsam getragen und durchgeführt.
Den Johannestag erleben wir am Johannesfeuer in ökumenischer Gemeinschaft.
Jährlich beten die Jugendlichen zusammen den Kreuzweg.
Einen ökumenischen Gemeindeausflug führen wir schon über mehrere Jahre durch.
Ökumenische Gottesdienste gibt es im Pfarrverbund regelmäßig:Bibelwoche an verschiedenen OrtenWeltgebetstag in Torgau und DommitzschPalmsonntag in ArzbergElbe- Day in TorgauPfingstmontag in DommitzschBartholomäusfest in BelgernMartinsfest in Torgau , Dommitzsch und BelgernBuß- und Bettag in Torgau Wir suchen noch weitere Möglichkeiten, die Jugend- und Seniorenarbeit auf ökumenischer Ebene zu verstärken.
Wir genießen Gastfreundschaft in mehreren evangelischen Kirchen.
4. Strukturen im Gemeindeverbund
Durch das Gehen eines gemeinsamen Weges, schon vor Gründung des Gemeindeverbundes, müssen nicht erst neue Strukturen und Zuständigkeiten entwickelt werden, sondern die bestehenden Zuordnungen gestärkt und der sich ständig verändernden Zeit angepasst werden. Da die bisher selbständigen Seelsorgeeinheiten (Kuratie, Pfarrvikarie) in den vergangenen Jahren nicht mehr durch neue Priester besetzt wurden, hat sich die „ Muttergemeinde“ in Torgau als Mittelpunkt herausgebildet und gefestigt. Weiterhin werden Veranstaltungen in den einzelnen Orten beibehalten und Traditionen gepflegt (siehe 3.2.)
4.1. Kommunikation im Gemeindeverbund
Die Mitglieder des Gemeindeverbundes werden regelmäßig durch einheitliche Vermeldungen am Schluss des Sonntagsgottesdienstes informiert.
Quartalsmäßig erscheint unser „Infoblatt“ mit aktuellen Nachrichten aus unserem Gemeindeverbund, sowie Termine und Informationen über Geburtstage und Jubiläen.
4.2. Öffentlichkeitsarbeit
Der Arbeitskreis für Öffentlichkeitsarbeit des Gemeindeverbundsrates sowie hauptamtliche Mitarbeiter des Gemeindeverbundes nutzen die lokale Presse mit ihrer Tageszeitung und den „Amtsblättern“ der Regionen.
Darüber hinaus besteht ein Internetauftritt. Dieser soll (ohne persönliche Daten) mit unserem Infoblatt vernetzt werden.
Mittelfristig wollen wir Kontakt zu Medienvertretern aufbauen, um unsere Medienkompetenz zu erweitern.
5. Personen und Kompetenzen
Durch Taufe und Firmung haben alle Gemeindemitglieder teil am allgemeinen Priestertum Christi und bringen sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten entsprechend ein. Die vielfältigen Aufgaben in den Gemeinden können längst nicht mehr ausschließlich von hauptamtlichen Mitarbeitern geleistet werden, sondern müssen auf viele ehrenamtliche Mitarbeiter des Gemeindeverbundes verteilt werden.
Da im diözesanen Stellenplan für unseren Gemeindeverbund ab 2010 nur noch ein Priester, ein Diakon und eine Gemeindereferentin vorgesehen sind, erhält das Ehrenamt einen noch höheren Stellenwert.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind im Gemeindeverbund über 100 Christen ehrenamtlich tätig. Dieses gilt es besonders im Hinblick auf die Gemeindekatechese zu erhalten und zu fördern.
Eine intensive und regelmäßige Kommunikation zwischen den hauptamtlichen Mitarbeitern des Gemeindeverbundes und den ehrenamtlichen Helfern ist wichtig.
6. Finanzen und Ressourcen im Gemeindeverbund
Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird dieser Teil der Pastoralvereinbarung im Internet nicht wiedergegeben.
7. Überprüfung der Vereinbarung
Die erarbeitete Vereinbarung soll Grundlage für die Arbeit des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes in der neuen Pfarrei sein.
Mindestens einmal jährlich soll sie innerhalb eines eigenen Tagesordnungspunktes reflektiert und ggf. geändert werden.Die Ergebnisse der Überprüfung werden auch bei der Visitation durch den Bischof vorgelegt.